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Tipps

Mehr Spass dank besserer Fahrtechnik

Fahrtechnikkurse erhöhen die Sicherheit und den Spass beim Velofahren – auf dem E-Bike, auf dem Trail, bei Einsteigern wie bei routinierten Fahrern.

«Das ist wie Velo fahren – wenn man es einmal kann, verlernt man es nie wieder!» Diese Weisheit mag für das Balancehalten auf zwei Rädern stimmen. Mountainbiken im Gelände und das Fahren mit dem E-Bike fordern aber einiges mehr. Wer sich zum ersten Mal auf einen anspruchsvollen Singletrail wagt, wird schnell an seine Grenze stossen. Staunend sieht man dann den Könnern zu, die mühelos und ohne zu zögern über alle Stufen und Wurzeln hinwegrollen.

Auch das E-Bike stellt spezielle Anforderungen an die Person im Sattel. Der Schub bei der Beschleunigung will verdaut sein, noch kritischer ist das Bremsen, denn man ist schneller unterwegs und ein über 20 Kilo schweres Rad hat einen längeren Bremsweg. In langsamer Fahrt macht sich das zusätzliche Gewicht beim Balancieren ebenfalls bemerkbar. Dabei hat man das doch als Kind gelernt! Kommt es dann zum Sturz, werden Unsicherheit und Verletzungsgefahr noch grösser.

Solide Grundtechnik: auf jedem Niveau sinnvoll

Oft helfen schon wenige Basis-Kniffe weiter: der Körperschwerpunkt an den richtigen Ort, den Blick dorthin gerichtet, wo es hingehen soll, die Pedale in der optimalen Stellung. Noch besser wird es, wenn ein erfahrener Guide beim Üben zur Seite steht. Stufenweise führt er oder sie die Fahrschüler an die Schwierigkeiten heran, sodass Angst gar nicht erst aufkommt. Mit jeder gemeisterten Übung steigt das Selbstbewusstsein, und man ist bereit für den nächsten Schritt.

Fahrtechnikkurse sind aber nicht nur etwas für Anfänger. Gerade mit der Erfahrung steigt die Lust, schwieriges Terrain zu meistern, flüssig durch steile Abfahrten und enge Kehren zu rollen. Die Guides wissen weiter, zeigen verschiedene Kurventechniken, sagen auch mal, was man in einer heiklen Situation nie tun soll. Auch hier gilt: Die Grundtechniken müssen sitzen, danach ist vieles Kopfsache. Wer aus Unsicherheit zögert, bleibt eher hängen. Aber auch wer sich überschätzt, biket gefährlich. Im Kurs wird da geübt, wo man sich nicht verletzen kann, bevor es auf den Trail geht. Das Gefühl, wenn man eine Stelle sicher gefahren ist, bei der man vor dem Kurs abgestiegen wäre, ist unbezahlbar. So wird der Fahrtechnikkurs zum persönlichen «historischen» Moment.

Die Eigenheiten des E-Mountainbikes

Das E-Mountainbike bietet enorme Vorteile, hat aber auch seine Tücken – besonders für erfahrene Trailbiker, die auf ihrem gewohnten Untersatz fast jedes Terrain meistern. Das zusätzliche Gewicht macht eine andere Bremstechnik nötig, fordert mehr Voraussicht. Bergauf, wo das E-Mountainbike seine Vorteile ausspielen kann, verhält es sich auch mal wie ein wildes Pferd, bäumt sich auf oder lässt das Hinterrad durchdrehen. Manchen kommen die auf tausenden von Trails eingeprägten Bewegungsmuster in den Weg, da diese auf dem schwereren E-Mountainbike mit dem verschobenen Schwerpunkt einfach nicht funktionieren. Da gibt es nur eines: Umlernen und auch dafür ist der Guide gut. Denn auch er machte die Erfahrung und er hat überdies gelernt, wie man anderen Fahrtechniken beibringt. Kurzum, ein Fahrtechnikkurs bringt sowohl Einsteigern wie auch erfahrenen Velofahrern etwas: Nämlich eine solide Grundtechnik und das Wissen, dass man es kann. Beides erhöht den Spass und die Sicherheit auf dem Velo.